GENIUS Act treibt Bitcoin; XRP weiter im SEC-Limbo
Am Dienstag, dem 20. Mai, legte Bitcoin (BTCUSD) zu, nachdem sich die Anlegerstimmung nach der Verabschiedung des GENIUS Acts im US-Senat am 19. Mai verbessert hatte – ein Schritt, der als Fortschritt in Richtung einer umfassenderen Kryptogesetzgebung gewertet wird.
Im Gegensatz dazu fiel Ripple XRP (XRPUSD) am Dienstag um 1 %, nachdem die SEC ihre Prüfung der vorgeschlagenen Spot-XRP-ETFs erneut verschoben hatte, was die Unsicherheit hinsichtlich regulatorischer Zeitpläne verstärkte. (Quelle: FXEmpire)

Kursvergleich: XRP vs. BTC
XRP hinkt Bitcoin in den letzten Wochen deutlich hinterher. Während sich Bitcoin erneut seinem im Januar erreichten Allzeithoch nähert, dümpelt Ripples XRP-Token knapp über dem April-Tief dahin.

*Vergangene Performance ist kein Indikator für zukünftige Ergebnisse
SEC verzögert XRP-ETF-Prüfung
XRP fiel am 20. Mai trotz eines allgemeinen Aufschwungs an den Kryptomärkten um 1 %, da sich die Händler über regulatorische Fragen im Zusammenhang mit der Ausgabe neuer Krypto-ETFs aufregten.
Am Dienstag verschob die US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) ihre Prüfung der vorgeschlagenen Kryptowährungs-ETFs, die an XRP und Dogecoin (DOGE) gebunden sind. Die Verzögerung betrifft drei Anträge: den 21Shares Core XRP Trust, Grayscale XRP Trust und Grayscale Dogecoin Trust.
Die Verzögerung ist nicht unbedingt eine gute oder schlechte Nachricht, denn die SEC hat es sich zur Gewohnheit gemacht, Entscheidungen über kryptobezogene ETFs zu verzögern, während sie die verschiedenen ähnlichen Anträge prüft.
Im März ließ die SEC ihre mehrjährige Klage gegen Ripple, den Entwickler des XRP-Tokens, fallen. Die Bereitstellung einer Kryptowährung über einen börsengehandelten Fonds öffnet sie für ein breiteres Spektrum von Anlegern, möglicherweise einschließlich Institutionen, die auf regulierte Wertpapiere beschränkt sind. Daher sehen Kryptohändler die regulatorische Zulassung eines neuen ETFs als bullish für die Akzeptanz von Kryptowährungen.
Bitcoin wird durch die Verabschiedung des GENIUS-Gesetzes durch den Senat gestärkt
Am Montag, den 19. Mai, stimmte der US-Senat für die Verabschiedung eines bahnbrechenden Gesetzes zur Regulierung von Stablecoins, einer wichtigen Grundlage für die Kryptowährungsmärkte. Dieser Schritt folgt auf einen früheren Versuch der Demokraten, das Gesetz zu blockieren. (Quelle: CNN)
Stablecoins sind an sich schon wichtig für das Funktionieren des Kryptowährungsmarktes. Die größten Stablecoins nach Marktkapitalisierung sind Tether und USDC, die an den Wert des US-Dollars gebunden sind.
Krypto-Händler sehen in der Verabschiedung des GENIUS-Gesetzes auch die Aussicht auf künftige Vorschriften zur direkten Regulierung anderer Aspekte von Kryptowährungen, was möglicherweise die Attraktivität von Bitcoin und anderen Token erhöht.
Insbesondere könnte es die Tür für eine Abstimmung über den von Senatorin Cynthia Lummis wieder eingeführten Bitcoin Act öffnen. Der Vorschlag sieht vor, dass die US-Regierung über einen Zeitraum von fünf Jahren eine Million BTC erwirbt, die 20 Jahre lang gehalten werden müssen. Sollte er angenommen werden, könnte die daraus resultierende Angebotsverknappung den Bitcoin auf neue Höchststände treiben.
Schlussfolgerung
Der Anstieg von Bitcoin, der durch die Verabschiedung des GENIUS-Gesetzes durch den Senat beflügelt wurde, spiegelt einen gewissen Optimismus über klarere regulatorische Rahmenbedingungen und eine potenzielle institutionelle Übernahme wider. Im Gegensatz dazu hat XRP weiterhin mit Gegenwind zu kämpfen, da die Verzögerung der SEC bei der Prüfung von Spot-ETF-Vorschlägen die regulatorische Unsicherheit verstärkt. Während das GENIUS-Gesetz einen Wendepunkt in der Reifung des breiteren Kryptomarktes markieren könnte, bleibt die Entwicklung von XRP durch anhaltende Herausforderungen bei der Aufsicht getrübt.
*Performance in der Vergangenheit ist kein Indikator für zukünftige Ergebnisse